Der Weg ist das Ziel (c) pexels.com

In Bewegung

Du kennst bestimmt das Sprichwort „Der Weg ist das Ziel“ – nun ja, ich sehe es anders, denn in Wahrheit ist es genau umgekehrt: Das Ziel ist immer der Weg. Wenn wir etwas ändern wollen, wenn wir etwas erreichen wollen, dann brauchen zuerst die Ziele, aus denen sich auch immer ein Weg ergibt, um sie zu erreichen.

Manche begreifen das aber nie.  Für sie zählt immer nur das Ziel: Ist es messbar, ist es gut. Doch was, wenn der Weg dorthin einem so unglaublich viele Möglichkeiten eröffnet, dass er viel interessanter als das Ziel ist?

Es sind doch bei uns allen die alltäglichen Dinge, die uns glücklich machen. Ein Lachen unseres Kindes, ein feuchter Kuss, ein selbstgemaltes Bild, aufmunternde Worte, Blumen, die Sonne, die vom Himmel lacht. Besonderes Erleben. Besondere Momente. Achtsamkeit. Bei sich sein. Das ist es, was uns glücklich macht. In Fotoalben blättern und die letzten Jahre Revue passieren lassen. Rückschlüsse daraus ziehen und erkennen, was wir brauchen. Unsere Bedürfnisse wahrnehmen. Ziele setzen. In Bewegung bleiben. An uns arbeiten.

Dazu habe ich eine Übung vorbereitet:

Denk bitte an ein Ziel, das du gerade verfolgst und stell dir dieses Ziel als eine physischen Ort vor, den du besuchen kannst. Stell dir vor, es gibt einen Weg dorthin. Du kannst deine Gedanken zu Papier bringen oder sie einfach in deiner Phantasie ausmalen.

  1. Wie ist der Weg? Ist er steinig, abgefahren, geht es bergauf, ist der feucht oder trocken?
  2. Woher kommst du? Ein Stück des Weges liegt wahrscheinlich schon hinter dir. Was hast du erlebt, wie war es?
  3. Was siehst du? Und jetzt schau nach vorne. Was siehst du? Wie ist die Aussicht?
  4. Woher weißt du, wann du am Ziel bist? Woran erkennst du, dass du angekommen bist? Wie wird es sich anfühlen? Zufriedenheit? Ein Lächeln? Glücksgefühle? Lautes Lachen? Tränen in den Augen? Wodurch wird dieses Gefühl in dir ausgelöst?
  5. Welche Teilstrecken hat dein Weg? Wenn dein Weg noch länger ist, dann teile ihn in Etappen sein. Gib diesen Etappen auch einen Namen. Hast du Belohnungen für diese Etappen eingeplant? Gibt es da eine Bank, auf der du dich ausruhen kannst?
  6. Deine Ressourcen: Schaue darauf, welche Ressourcen du hast. Welche Schwierigkeiten wirst du auf deinem Weg überwinden müssen? Was motiviert dich? Welche Kenntnisse und Fähigkeiten hast du, um dein Ziel zu erreichen?
  7. Gehst du alleine? Gibt es einen Begleiter, der mit dir ein Stück des Weges gemeinsam geht? Oder begleiten dich viele Personen dabei? Welches Bild trägst du in deinem Kopf?
  8. Nächste Schritte: Wenn du nun auf deine Beobachtungen zurückschaust, konntest du daraus eine Erkenntnis gewinnen? Gibt es 1 oder 2 Dinge, die dir aufgefallen sind? Was wirst du konkret als nächstes tun?

Und trotzdem beschweren wir uns, wenn wir es einmal nicht gleich so klappt, wie wir es uns vorstellen und wir einen Umweg einschlagen müssen. Wir beschweren uns dann darüber, dass es nicht klappt oder sagen, dass wir gescheitert sind. Doch warum? Mal hier, mal dort, mal links statt rechts, mal nach oben und unten zu schauen, mit hellwachen Sinnen die Umgebung wahrnehmen, Möglichkeiten zulassen, sich um die eigene Achse zu drehen und die Perspektive zu wechseln. Nicht immer ist der Weg das Ziel – es kann auch das Ziel der Weg sein, der einem neue Möglichkeiten eröffnet. Du musst dich nur trauen!


Bild: (c) pexels.com

 

 

 

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