Hustenbalsam selber machen

Hustenbalsam selber machen – Es ist Erkältungszeit und die Grippelwelle rollt über die Stadt. Viele Familien sind gerade krank. Manchmal nur die Kinder, manchmal nur die Eltern, manchmal alle zusammen. Das ist dann besonders anstrengend. Bei uns husten derzeit die Kinder. Zeit also, wieder einen Hustenbalsam selber zu machen.

Mit kranken Kindern ist das „normale“ Familienleben immer noch ein wenig mehr anstrengend. Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber wenn meine Kinder krank sind, dann sind sie besonders anhänglich, sie sind liebesbedürftig, wollen mehr kuscheln,  mehr Nähe, mehr getragen und mehr umsorgt werden. Dann ist die ganze Familie gefordert und der Spagat zwischen den Bedürfnissen von drei Kindern wird noch schwieriger. Kuscheln, Zwiebelsaft verabreichen, Brustwickel erneuern, vorlesen und nochmals kuscheln wechseln einander im Radldienst ab. Da ist es dann auch egal, dass die großen Kinder sonst schon zu cool für ein Verabschiedungsbussi vor den Freunden sind – wenn sie krank sind, dann wird ganz viel Nähe gefordert. Das beste Mittel bei krankheiten ist immer Liebe und Zuwendung – da gibt es keine Altersgrenze.

Hausmittel und Aromatherapie

Vor Jahren besuchte ich einmal einen Workshop zum Thema Hausmittelchen und Aromatherapie, denn wie das mit Kindern so ist, hatte ich plötzlich ein großes Fragezeichen im Gesicht, wie das mit den Wickel & Co. so ist.  Ich kann mich zwar daran erinnern, dass ich als Kind bei Fieber immer Wadenwickel bekam und auch bei Husten einen Ölfleck, aber wie das genau geht, wusste ich nicht mehr.

Seitdem mache ich Wickel, Balsams, Riechstifte, Erkältungsbäder, Tees, Hustensäfte und Massagezusätze selbst – ich will wissen, was drinnen ist und womit meine Kinder in Kontakt kommen.

So haben wir schon einige Rezepte ausprobiert und mittlerweile familienerprobte Zusammenstellungen, die ich immer dann zubereite, wenn es notwendig ist. Hausmittel haben aber noch einen schönen Nebeneffekt: Durch die Anwendung spenden sie gleichzeitig Zuwendung. So ein Hustenbalsam kann mit einer angenehmen Massage und Streicheleinheit verbunden werden – immerhin sind Berührungen gut für die Produktion von Oxytocin, das sich wiederum positiv auf das Immunsystem auswirkt und den Stress senkt. Ich werde also immer wieder hier auf meinem Blog über die verschiedenen Anwendungen berichten.

Hustenbalsam selber machen

Jetzt aber einmal zum Hustenbalsam. Ich habe da verschiedene Varianten – eine mit Aromaölen (bitte hochwertige Öle verwenden) und eine Variante mit getrockneten Kräutern. Mit beiden haben wir gute Erfahrungen gemacht und ich setze sie an, je nachdem, was ich zu Hause habe.  Manchmal ist die Ernte im Sommer einfach nicht so ertragreich, dass ich alle notwendigen Kräuter über den ganzen Winter zu Hause habe.

Hustenbalsam mit Aromaölen selber machen

Für diesen Hustenbalsam brauchst du:

  • 100ml Öl (ich verwende gerne Mandelöl oder Jojobaöl)
  • 4 TL Bienenwachsplättchen
  • Ätherische Öle: Thymian, Lavendel, Pfefferminze
  • Ein Glas (mit Deckel) und einen Holzlöffel zum Umrühren

Das Öl zusammen mit den Bienenwachsplättchen in ein Glas füllen und das Bienenwachs langsam im Wasserbad schmelzen. Es soll dabei nicht kochen.

Sind die Bienenwachsplättchen zerschmolzen, füge die ätherischen Öle hinzu: von jedem Öl nehme ich 5-7 Tropfen. Keine Sorge, es riecht am Ende nicht zu stark.

Das Glas dann schnell verschließen und abkühlen lassen. Wenn die Mischung abkühlt, entsteht daraus ein fester Balsam, der auf Brust und Rücken mehrmals täglich aufgetragen werden kann.

Hustenbalsam aus frischen Kräutern selber machen

Thymian ist das Hausmittel Nr. 1 bei Husten – deswegen habe ich immer einen kleinen Vorrat an getrocknetem Thymian zu Hause. Für diesen Hustenbalsam brauchst du:

  • 100ml Öl
  • 4 TL Bienenwachsplättchen
  • 2 handvoll Thymian, getrocknet
  • Ein Glas (mit Deckel) und einen Holzlöffel

Hier gehst du so vor: Du erwärmst das Öl langsam und gibst den Thymian hinzu. Achte darauf, dass es nicht zu heiß wird. So können die ätherischen Öle des Thymians langsam in das Öl übergehen. Lass es ruhig über Nacht ziehen. Dann den Thymian abseihen, das Öl nochmals langsam erhitzen und die Bienenwachsplättchen dazugeben. Wieder auskühlen lassen und mehrmals täglich auf Brust und Rücken auftragen.

Ab wann zum Arzt bei Husten?

Ich bin kein Gegner der Schulmedizin – K3 hatte nach einem RS-Virus schon mehrfach Bronchitis und Lungenentzündung, dass ich die Grenzen der Naturmedizin und Hausmittelchen kenne. Wenn sich der Husten nach ein paar Tagen nicht bessert oder sich verschlimmert, dann gehe ich zum Arzt. Mit einem Baby sogar noch viel schneller. Deswegen bedenke: Meine Tipps rund ums Thema Hausmittelchen ersetzen keinen Arztbesuch. Sie sind nur Anregungen, wie du deinem Kind die Symptome lindern kannst.

 

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